Wetterlagen Mitteleuropas

Wetterlagen nehmen ein wichtiges Element in der Wetterkunde ein dessen Spektrum von der Synoptik bis zur Vorhersage in der Zukunft liegender Witterungsabschnitte reicht. So können heute Großwetterlagen nach Paul Hess und Helmuth Brezowski viele Monate im voraus vorhergesagt werden - mit jeweiliger Angabe der pro Tag wahrscheinlichsten Großwetterlage.
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Einordnung


Klimarechnungen, wie sie für Jahreszeitenvorhersagen genutzt werden, sollten z.B. erklären können, warum es von Ende Januar bis Ende März so trocken war. Mittels Wetterlagenausfall konnte man lediglich die Kälte Januar/Februar begründen; desweiteren erklärten die Wetterlagen ab etwa Ende Februar das thermische Regime und ab Mitte März das solare (je incl. 3 Wochenhälften Vorverschiebung). Das hygrische blieb hier außen vor. Wenn also eine ausgedehnte klimatologische Anomalie vorliegt, sind Auswirkungen zu erwarten, die die Wetterlagenvorhersage alleine nicht erklären kann.
Insofern scheint die Idee sinnvoll, Klimarechnungen für größere zusammenhängende Zeiteinheiten zu verwenden (Jahreszeiten eben) und bis zu dieser Zeiteinheit Wetterlagenvorhersagen zu nutzen. Diese würden dann quasi den Übergang von der Kurz-/Mittelfristnumerik zu den eigentlichen Klimarechnungen bilden können.

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Vorhersage


Die Basis der hier veröffentlichten Vorhersage entspricht nicht einer Prognose (griechisch-lateinisch), also eines "Vorauswissens", wie es mittels feiner numerischer Detailmodellierung im Kurz- und frühen Mittelfristbereich für WETTER möglich ist. Es handelt sich dagegen um eine statistische Modellierung von WETTERLAGEN, die aufgrund von Erfahrungswerten im Rahmen einer Musterwiedererkennung ermittelt werden. 

Je nach Randbedingungen können hierbei Wetterlagen ausfallen oder über den benannten Rahmen von 6 Tagen hinaus verschoben auftreten. Genauso ist es aber möglich, dass mehrere Monate hintereinander Wetterlagen innerhalb der gesetzten Tagesgrenzen vollkommen korrekt eintreffen.

Die hier formulierte Umsetzung der Wetterlagenvorhersage ist relativ zu verstehen, berücksichtigt in erster Linie die typischen Eigenschaften der ermittelten Wetterlagen/Großwetterlagen (GWL) und orientiert sich an keinem bestimmten Mittelwertszeitraum.

Um eine abschließende Einschätzung der Tagestrefferquote der hier veröffentlichten Wetterlagendetailvorhersage zu benennen, muss die zugrundeliegende GWL-Vorhersage (Beispiel dazu siehe unten) verifiziert werden. Der Trend entwickelt sich diesbezüglich inzwischen in Richtung einer Quote von 3/4; liegt also momentan bei knapp 75%.
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Stabilität der Vorhersage

Die vorhergesagten Zeiträume sind als wahrscheinlichste Lösung zu betrachten, von der aus die tatsächliche Verteilung bis zu 7 Tage verschoben sein kann. Es ist dabei zu beachten, dass dieser Wert systembedingt fast konstant bleibt, unabhängig davon, wie weit die Vorhersage in die Zukunft reicht.
Die Fortsetzung der Wetterlagenabfolge ist momentan als stabil zu erwarten bis Ende Januar 2013.

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Vorhersagebeispiel (veröffentlicht: 6. August 2011)  

Langfristig vorhergesagte GWL oder Verwandte
ab


antizyklonale Südwestwetterlage SWa
24. Aug
Trog Mitteleuropa TrM/NWz
02. Sep
Hoch oder Hochdruckbrücke Mitteleuropa HM, BM
05. Sep
Hoch Skandinavien oder/und Nordmeer, antizyklonal HN/Fa
14. Sep
zyklonale Westwetterlage Wz
17. Sep
Südwetterlage Sa/z
22. Sep
Hoch oder Hochdruckbrücke Mitteleuropa HM, BM
28. Sep

 - Link: Großwetterlagenklassifikation nach Paul Hess und Helmuth Brezowski -

 SollIst



24. August 2011
SWa, SWz, TrW, HM
TrW
25SWa, SWz, TrW, HMTrW
26SWa, SWz, TrW, HMTrW
27SWa, SWz, TrW, HMTrW
28SWa, SWz, TrW, HMWz
29SWa, SWz, TrW, HMWz
30SWa, SWz, TrW, HMWz
31SWa, SWz, TrW, HMSWa/Wa
1. September 2011
SWa, SWz, TrW, HMSWa/Wa
2TrM, NWz, Nz, HB, Na, NWa, Wz
SWa/Wa
3TrM, NWz, Nz, HB, Na, NWa, WzSWa/Wa
4TrM, NWz, Nz, HB, Na, NWa, WzTrW
5HM, BM, SWa, Sa, SEa, Wa
TrW
6HM, BM, SWa, Sa, SEa, WaTrW
7HM, BM, SWa, Sa, SEa, WaWz
8HM, BM, SWa, Sa, SEa, WaWz
9HM, BM, SWa, Sa, SEa, WaWa/SWa/Wz
10HM, BM, SWa, Sa, SEa, WaWa/SWa/Wz
11HM, BM, SWa, Sa, SEa, WaWa/SWa/Wz
12HM, BM, SWa, Sa, SEa, WaWa/SWa/Wz
13HM, BM, SWa, Sa, SEa, WaWz
14HN/Fa, Ww, HNFz, Nz, Na, HB, SEa/z, NEa/z
Wa
15HN/Fa, Ww, HNFz, Nz, Na, HB, SEa/z, NEa/zWa
16HN/Fa, Ww, HNFz, Nz, Na, HB, SEa/z, NEa/zWa
17Wz, Ws, Wa, SWz, NWz
Wa
18Wz, Ws, Wa, SWz, NWzWw
19Wz, Ws, Wa, SWz, NWzWw
20Wz, Ws, Wa, SWz, NWzWw
21Wz, Ws, Wa, SWz, NWzWa
22Sa/z, TB, SEa/z, HM
Wa
23Sa/z, TB, SEa/z, HMWa
24Sa/z, TB, SEa/z, HMHM
25Sa/z, TB, SEa/z, HMHM
26Sa/z, TB, SEa/z, HMHM
27Sa/z, TB, SEa/z, HMHM
28HM, BM, SWa, Sa, SEa, Wa
HM
29HM, BM, SWa, Sa, SEa, WaHM
30HM, BM, SWa, Sa, SEa, WaHM

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Textbeispiel, 1. Halbjahr 2012

Nach einer eher milden und überwiegend feuchten Windwetterlage kann zu Beginn der zweiten Januarwoche bis etwa Mitte desMonats mit einer Wetterberuhigung gerechnet werden.

Dann beginnt voraussichtlich erneut eine milde und feuchte Windwetterlage, die bis etwa Ende der dritten Januarwoche dauern sollte.

Zu Beginn der vierten Januarwoche wird eine kältere Windwetterlage erwartet, die bis über den Monatswechsel anhalten sollte, bevor eine ruhigere aber tendenziell milde Wetterlage folgen sollte.

Nach dem zweiten Februarwochenende beginnt offenbar eine recht kalte Wetterlage, die durchaus Potential für Winterwitterung besitzt. Bei zunehmender Niederschlagsneigung bleibt voraussichtlich ein winterlicher Witterungs-Charakter bis zum Monatsende erhalten. 

Erst zum meteorologischen Frühlingsbeginn sollten sich Wetterlagen einstellen, die allmählich zunehmend mild aber noch wechselhaft zu erwarten sind.

Die typischen Eigenschaften einer Wetterlage, die dann erwartet wird, lauten sonnig und trocken (thermisch durchschnittlich) und am wahrscheinlichsten ist ein Eintreffen dieser rund um das zweite Märzwochenende.

Direkt im Anschluss an diese kurze Wetterlage wird es vermutlich deutlich regnerischer und dabei zuerst kurzzeitig mild und anschließend für längere Zeit ziemlich kühl, dies etwa bis zum Beginn der Sommerzeit.

Etwa drei Wochen sollten die darauffolgenden Wetterlagen insgesamt andauern, die normalerweise freundliche - also sonnige und trockene Witterung bringen und vor allem etwa ab dem Monatswechsel zum April eine deutliche Erwärmung. Diese Art Witterung sollte also bis nach Ostern bestehen bleiben.

Bis Mitte der vierten Aprilwoche ist eine kühle und wechselhafte, vorübergehend auch regnerische Wetterlage angezeigt.

Der Mai bringt voraussichtlich eine Reihe von Wetterlagen, die zusammengenommen zunächst einen leichten Sonnenscheinüberschuss erwarten lassen. Wahrscheinlich werden dabei an einigen Tagen jene berühmt-berüchtigte "geringe Luftdruckgegensätze" auftreten, die eine Wetterlageneinteilung nicht gerade einfach erscheinen lassen.

Ende Mai sind dann auch wieder dauerhaft überdurchschnittliche Temperaturen zu erwarten, die den Monatswechsel ebenfalls prägen sollten. Kurz darauf ist für die Dauer etwa einer Woche eine trüb-feuchte und kühle Wetterlage angesagt, die terminlich zum Witterungsregelfall "Schafskälte" passt. Im Juni werden insgesamt mehrheitlich kühle und trübe, vor allem anfangs zu feuchte Wetterlagen erwartet.

Die angegebenen Eigenschaften sind Tendenzen; eine detaillierte Umsetzung der aktuellen Wetterlagenvorhersage finden Sie hier:
Parameter
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